Direkt zum Hauptbereich

[Review] Collins, Suzanne - Mockingjay (The Final Book of the Hunger Games)

Gebundene Ausgabe (mit Schutzumschlag)
Erschienen: 2010
Sprache: Englisch
Verlag: Scholastic Press
Seiten: 390
ISBN: 978-0-439-02351-1
Preis: (ca.) 13,40 €
Altersempfehlung: ab 12 Jahren






About the author:

Suzanne Collins is the author of the bestselling Underland Chronicles series, which started with ”Gregor the Overlander”. Her groundbreaking young adult novels, “The Hunger Games” and ”Catching Fire”, were both New York Times bestsellers, received wide praise, and garnered numerous starred reviews. Suzanne lives with her family in Connecticut. 

Klapptext:

My name is Katniss Everdeen.
Why am I not dead?
I should be dead.

Katniss Everdeen, girl on fire, has survived, even though her home has been destroyed. Gale has escaped. Katniss’s family is safe. Peeta has been captured by the Capitol. District 13 really does exist. There are rebels. There are new leaders. A revolution is unfolding.

It is by design that Katniss was rescued from the arena in the cruel and haunting Quarter Quell, and it is by design that she has long been part of the revolution without knowing it. District 13 has come out of the shadows and is plotting to overthrow the Capitol. Everyone, it seems, has had a hand in the carefully laid plans – except Katniss. 

The success of the rebellion hinges on Katniss’s willingness to be a pawn, to accept responsibility for countless lives, and to change the course of the future of Panem. To do this, she must put aside her feelings of anger and distrust. She must become the rebels’ Mockingjay – no matter what the personal cost. 


Meinung:

“Mockingjay” von Suzanne Collins ist meiner persönlichen Meinung nach ein ziemlich zweischneidiges Schwert in Bezug auf die Weiterführung der Geschichte, wie die Autorin sie hier gewählt hat. Ich habe zwar teilweise – und auch innerlich meine Fahne in diese Richtung geschwenkt – dass es zu diesem Ende – wenn auch in einer anderen Ausführung – kommt. 


Da “Mockingjay” der letzte Band der Hunger Games-Trilogie ist, möchte ich an dieser Stelle eigentlich auch nicht viel über die eigentliche Handlung verraten, um evtl. zukünftigen Lesern nicht die Freude auf den dritten Band zu nehmen, was mir allerdings ziemlich schwer fällt, da ich einige Kritikpunkte sowie auch Positives zu vermerken habe, was auf bestimmte Handlungen bzw. Charaktere beruht. Aber zuerst zu den unverfänglicheren Dingen. ^^

Wie der Leser es kennt, wird die Geschichte aus Katniss Perspektive in der Ich-Form erzählt. Man erlebt die Geschichte wie gewohnt aus ihrer Sicht, ihre Gefühle und somit auch diesmal deutlicher ihre Unzulänglichkeiten. Katniss hat sich seit dem ersten Band meiner Ansicht nach nicht verändert – außer den ständigen Alpträumen. Sie ist immer noch die junge Frau, die weiß zu überleben und einen guten Überlebensinstinkt hat, mehr aber auch nicht. Sie kennt sich nach wie vor selbst nicht, sie versucht nicht einmal Dinge zu hinterfragen, auch wenn Leute sie darauf hinweisen, und sie lässt sich quasi von den Rebellen in ihre Rolle als Mockingjay hineinzwängen, ob es ihr nun gefällt oder nicht. Auch ist sie immer noch vertrauenswürdig gegenüber Gale, auch wenn es den einen oder anderen Punkt gibt, der den Leser – mich jedenfalls – extrem zum Umdenken bewegt hat. Ich habe mich die ganze Zeit während des Lesens gefragt, woher Gale eigentlich gewusst hat, dass District 12 angegriffen wurde und wie er diesen mit einer extrem großen Handvoll von Leuten verlassen und zu District 13 bringen konnte. Hier blieb mir schlussendlich nur die Überlegung offen, dass er schon seit einiger Zeit zur Rebellenbewegung – ohne Katniss ihr Wissen – gehört hat und quasi dabei geholfen hat, sie für die Zwecke der Rebellen zu benutzen. Schon im ersten Band war Gale mir nicht sonderlich sympathisch und mein Misstrauen hat sich dann im zweiten Band nur gesteigert und wurde nun endlich im dritten bestätigt. 

Peeta war zwar schon von Anfang an mehr offen für seine Umgebung als Katniss, im Gegenzug zu dieser stellt er Fragen und hinterfragt auch selbst – allerdings ist nach wie vor sein Manko, welches er auch gleich im dritten Band ausgleicht, das Kämpfen und der Überlebenswille. Ich habe förmlich mit Peeta mitgelitten, als er vom Capitol gefangen genommen worden war und man später herausgefunden hat, was mit ihm geschehen war. Traurig fand ich letztendlich auch die Geschichte um Finnick und Annie. Es tat mir in der Seele weh es zu lesen und noch mehr es letztendlich zu begreifen. Auch die Sache mit Prim hat mich schwer getroffen, da sie der einzige Bezugspunkt ist, den Katniss über die Jahre hinweg hatte. 

Der letzte Band der Hunger Games bezieht sich ausschließlich auf die eigentliche Revolution, was ich persönlich jetzt nicht so tragisch fand, da nun ja auch in diesem Punkt ein Abschluss gefunden werden musste. Ich fand die Kampfszenen nicht störend, denn das Kämpfen hat Katniss stets auf eine merkwürdige Art Halt und Selbstvertrauen verschafft, das was die Menschen in ihrer Umgebung die ganze Zeit über nicht geschafft haben. Allein auch durch diese Kampfszenen ist die Entfremdung und Zwiespältigkeit zwischen Katniss und Gale immer deutlicher hervorgetreten. Aber an sich empfand ich die Kampfszenen als notwendiges Übel um die Story um die Rebellion zum Abschluss zu bringen und wahrscheinlich auch für die Hungerspiele. Oder? 

An der Art, wie die Autorin die Geschichte erzählt, habe ich nach wie vor nichts auszusetzen; sie ist leicht, einfach und verständlich und beweist einfach einen guten Hang zur Gesellschaftskritik. ^^ 

Allerdings fand ich etwas anderes schockierender. Auf einigen Blocks habe ich ja bereits eine Anmerkung über Panem et Circensens gelesen, die mich leicht ins Schmunzeln gebracht hat. Als ich nun bei dieser Stelle mit der Erklärung angelangt war, musste ich ehrlich gesagt erst einmal das Buch zu klappen und über den Zusammenhang zu Rom genau nachdenken. Erst da ist mir eigentlich aufgegangen (ziemlich spät, ich weiß!), dass die Hunger Games eine etwas grausige, futuristische und ziemlich menschenfeindliche Art der Gladiatorenwettkämpfe des alten Roms ist. Okay, die Gladiatorenwettkämpfe des alten Roms waren nun auch nicht gerade menschenfreundlich, aber da ich bei sowas nie dabei war bzw. noch nichts drüber gelesen habe (wird eigentlich mal Zeit, oder?), kann ich nicht beurteilen, ob die auf diese erfinderische Art und Weise ebenfalls schon so grausam waren, dass man Kinder in eine Arena sperrt und gegeneinander antreten lässt. 

Zum Schluss möchte ich nur noch eine kleine Anmerkung machen: Das Buch sieht auch ohne Schutzumschlag (jedenfalls die Ausgabe, die ich vorliegen habe) sehr schick aus. Da ist vorne auf den Einband ein silberner Mockingjay aufgedruckt. =) 


Bewertung:

Mir hat Mockingjay gefallen, die Kampfszenen haben mich nicht gestört, aber dafür mehr die Unzulänglichkeiten von Katniss. Auch gab es ein paar sehr schöne und sehr traurige Szenen, die dieses Buch zu einem unvergessenen Erlebnis machen, über das man noch Tage später nachdenkt. ^^

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

[Review] Dahl, Victoria – Bad Boys Do (Donovan Brothers Brewery #2)

About the author: Victoria Dahl lives with her family in a small town high in the mountains. Her first novel debuted in 2007, and she’s gone on to write seventeen books and novellas in historical, contemporary, and paranormal romance. Victoria's contemporary romance, Talk Me Down, was nominated for both a RWA Rita Award and the National Readers' Choice Award. Since then, her books have been nominated for two more Rita Awards, and she hit the USA Today Bestseller list with the anthology Midnight Kiss.
Description: Olivia Bishop is no fun. That's what her ex-husband said. And that's what her smart bob and glasses imply. So with her trademark determination, Olivia sets out to remake her life. She's going to spend time with her girlfriends and not throw it all away on some man. But when an outing with her book club leads her to a brewery taproom, the dark-haired beauty realizes that trouble — in the form of sexy Jamie Donovan — may be too tempting to avoid. 
Jamie Donovan …

Leipziger Buchmesse 2017 – im nächsten Jahr wieder?

Bevor ich hier anfange, gleich richtig in die Tastatur zu hämmern, möchte ich gleich eines vorwegnehmend klarstellen: DAS ist jetzt kein Erlebnisbericht über den gestrigen Messebesuch. Wer das denkt bzw. erwartet, sollte gleich weiterblättern. Denn dazu ist der Beitrag nicht gedacht. Ja, es war ein schönes, aber auch sehr anstrengendes Erlebnis. Das ist und bleibt auch mein Fazit. Da brauche ich nicht extra umschreiben, an welchen Ständen und in welchen Hallen ich unterwegs war. Oder wollt ihr davon etwa schon wieder den x-ten Beitrag lesen? Nein? Dann dürft ihr gerne weiterlesen. 😉

[Crazy Reads] Februar 2012

Momentan bin ich irgendwie so beschäftigt, dass ich nicht wirklich zu irgendetwas komme. Seitdem ich beschlossen habe, mehr aus mir raus zu gehen, und auch vor die Tür, habe ich mich am Montag nach vier Handtüchern und einem Bademantel (= Saunabesuch) und dem lieben Hinweis von Soleil auf ihrem Blog dazu entschlossen, ganz spontan zur Leipziger Buchmesse zu fahren. Deswegen bin ich ehrlich gesagt etwas beim Planen und Gucken etc. Alles was halt dazu gehört. Will ja schließlich den Tag, den ich dort verbringen werde, sinnvoll nutzen.
Leider haben meine besten Freundinnen keine Zeit, mich zu begleiten, wofür ich Verständnis habe. Auch das andererseits bekundete Interesse seitens meiner Schwester nützt leider nicht viel, da sie arbeiten muss. Bei mir klappt somit nur der Samstag. Ich hoffe, ich kleines scheues Reh werde den Tag unbeschadet überstehen. *bibber* 
Aber nun erst einmal zu meinen gelesenen Büchern im Februar. Mal ehrlich, haben wir echt schon wieder März? Ist echt schon fast d…