04.06.2012

[Review] James, Eloisa - Your Wicked Ways

Taschenbuch
Erschienen: 2004
Sprache: Englisch
Seiten: 351
Verlag: Avon
ISBN: 0-06-056078-9
Preis: ca. 6,99 €
Altersempfehlung: ab 16 Jahren 






About the author:

Author of seven award-winning romances, Eloisa James is a professor of English literature who lives with her family in New Jersey. All her books must have been written in her sleep, because her days are taken up by caring for two children with advanced degrees in whinning, a demanding guinea pig, a smelly frog, and a tumbledown house. 


Klapptext (Buchrückseite):

Helene, the Countess Godwin, konws there is nothing more unbearably than a virtuos woman. After all, she’s been one for ten long years while her scoundrel of a husband lives with strumpets and causes scandal after scandal. So she decides it’s time for a change – she styles her hair in the newest daring mode, puts on shockingly transparent gown, and goes to a ball like cinderella, hoping to find a prince charming to sweep her off her feet… and into his bed. 

But instead of a prince, she finds only her own volatile, infuriatingly handsome… husband, Rees, the earl Godwin. They’d eloped to Gretna Green in a fiery passion, but passion can sometimes burn too hot to last. 

But now, Rees makes her a brazen offer, and Helene decides to become his wife again… but not in name only. No, this time she decides to be very, very wicked indeed. 


Meinung:

Nachdem ich seinerzeit überzeugt war von einem aktuelleren (märchenhafteren) Werk Eloisa James’ wollte ich es gern einmal mit einem der älteren Werke versuchen, um zu erproben, ob mir diese ebenfalls zusagen. Leider werde ich mich, wenn überhaupt, nur noch mit den neueren Werken der Autorin auseinandersetzen, da mir die vorliegende Geschichte in vielerlei Hinsicht nicht gefallen hat. 


Erst einmal war da der Klapptext, der es hat anklingen lassen, dass die beiden möglicherweise bereits geschieden sind, was zu dieser Zeit zwar rar war und sicherlich an sich schon einen interessanten Handlungsverlauf versprochen hätte, und sich dann wieder annähern, neu kennenlernen und verlieben. Entgegen dieser interessanten Beschreibung war es die Intention der weiblichen Protagonistin sich überhaupt von ihrem Mann scheiden zu lassen und hierzu seine Unterstützung abzuverlangen, damit sie ggf. neu heiraten kann, um endlich ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Doch trotz quälender Ehejahre verweigert ihr Mann ihr ihr persönliches Glück, sodass sie dazu gezwungen ist auf anderen, weniger legitimen Wegen ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Dies steht jedoch im Widerspruch zu den Plänen ihres Mannes, der kein Kuckuckskind bereit ist zu akzeptieren, weswegen er sich entschließt seiner Frau ihren Wunsch zu erfüllen. Im Gegenzug soll sie ihm bei seiner musikalischen Kompinierblockade aushelfen. 

Um ehrlich zu sein, wenn man die Geschichte in diesem Licht betrachtet, wirkt sie nicht nur unromantisch und platt, sondern sie ist es zum Leidwesen des Lesers auch. 

Zwar lässt sich die Geschichte an sich gut lesen, wird mir persönlich jedoch aus zu vielen Perspektiven (Helene, Rees, Tom, Alina, Esme, Mayne usw.) wiedergegeben. Um es klar zu definieren: der Fokus der Handlung liegt letztlich zu wenig auf den eigentlichen Protagonisten der Geschichte, sondern auf einer Armee von Charakteren, die letzten Endes dafür sorgt, dass zwischen den Protagonisten zwar eine gewisse Verbundenheit verborgen liegt, aber auf emotionaler Ebene scheitert die Geschichte in katastrophalem Maße. hier versucht die Autorin meiner Meinung nach zu viel Hintergrund in den Vordergrund zu drängen und sich weniger der eigentlichen Liebesgeschichte und deren Entwicklung zu entsinnen, was wesentlich geeigneter gewesen wäre, da es sich ja um die Geschichte von Helene und Rees handelt, die meiner Ansicht nach viel zu kurz kommt. 

Neben dem platten Handlungsverlauf und der schwachen Umsetzung lassen auch die Charaktere zu wünschen übrig. Helene wirkt verwöhnt und verbittert; Rees schwach und exzentrisch, mithin beide oberflächlich, emotionslos und wie Schattenfiguren deren Existenz man geradeso am Rande schwindend gering wahrnimmt. 

Insgesamt gesehen erinnert das Gesamtkonstrukt an ein Kartenhaus, das beim kleinsten Windhauch umfällt und nichts als einen Haufen herumwirbelnder und nichtssagender Karten zurücklässt. 


Bewertung:

Eher ein schwacher Historical der Autorin, von dem ich persönlich mehr erwartet hatte. 

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