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[Review] Neill, Chloe - Verbotene Bisse (Chicagoland Vampires #2)

Taschenbuch 
Erschienen: 2011 
Originaltitel: Friday Night Bites
Sprache: Deutsch
Seiten: 445
Verlag: Lyx
ISBN: 978-3-8025-8363-6
Preis: 9,99 €
Altersempfehlung: ab 16 Jahren







Über die Autorin: 

Chloe Neill ist im Süden der USA aufgewachsen. Mit den “Chicagoland Vampires” gibt sie ihr Debüt als Autorin. Derzeit schreibt sie an einer neuen Urban-Fantasy-Serie. 


Hinweis: Der weitere Beitrag enthält möglicherweise Spoiler!!!  


Klapptext: 

Als frischgebackene Vampirin hat sich Merit an ihr neues untotes Leben gewöhnt – zumindest ein bisschen. Mittlerweile wurde sie zur Hüterin des Hauses Cadogan ernannt und soll sich dort um die Sicherheit kümmern. Doch kaum sind die Morde an den Mädchen aufgeklärt, erwartet die fangzahnige Gemeinde neues Ungemach: Ein Journalist droht, ein dunkles Geheimnis der Blutsauger aufzudecken. Er will über die Raves berichten – Partys, die gegen den Willen der Häuser im Untergrund veranstaltet werden. Menschen werden dort zu willigen Blutspendern gemacht, in der Hoffnung, Anteil am glamourösen Leben der Vampire zu haben. Doch da die Vampire seit ihrem Comingout schon viel zu oft in der Klatschpresse vertreten sind, wären solche negativen Schlagzeilen ein wahres Desaster! Um der Sache auf den Grund zu gehen, soll Merit alte Kontakte wieder aufleben lassen: Sie muss die Bande zu ihrer versnobten Familie neu knüpfen – und das widerstrebt der Vampirin sehr! Begleitet wird sie auf dieser Mission von ihrem Meister Ethan Sullivan, der auf diese Weise in die High Society von Chicago eingeführt werden will. Merit passt das überhaupt nicht, denn der attraktive Vampir bringt ihre Gefühle noch immer gehört in Aufruhr. Zwischen den beiden knistert es gewaltig… doch da ist auch noch Morgan, der Meister der Navarre, dessen zuvorkommende Art Merit ebenfalls nicht kalt lässt. 


Meinung:

“Verbotene Bisse” ist der zweite Band der Chicagoland Vampires-Serie, der es ähnlich wie sein Vorgänger schaffte, zu überzeugen – zwar mit kleinen Abstrichen, aber das ist verkraftbar. 

Wie schon im ersten Band fesselte die Autorin durch ihre Art, die Geschichte zu erzählen mich erneut. Wieder wird die Geschichte rein aus der Ich-Perspektive von Merit geschildert, deren Vornamen man als Leser erstaunlicherweise immer noch nicht erfährt. Doch im Gegenzug zum ersten Band kann man sich im vorliegenden Werk nicht idealerweise mit der Protagonistin 100 %ig identifizieren. Während ich im ersten Band geradezu das rebellische Auflehnen Merit‘s gegen ihr neues Sein und ihre Position gut nachfühlen konnte, fehlte mir diese Eigenschaft im zweiten Band komplett. Keine “Einführungsschwierigkeiten” in ihre neue “Studentenbude”, kein Auflehnen/Kämpfen gegen Ethan, sondern eine vollkommene Akzeptanz, die schon glatt an Resignation erinnert, lässt Merit schon fast ungläubig erscheinen. Auch ihre (eingeschränkte/leicht widerstrebende) Mitarbeit bei der Einführung Ethans in die High Society Chicagos und damit die Wiederauflebung ihrer Familienbande wirkt eher unglaubhaft als überzeugend.

Ebenso wie das Fehlen von Merit’s widerstrebender Natur, was ich sehr bedauere, mangelt es auch an den Knisterszenen mit Ethan, die mir im ersten Band solches Vergnügen bereitet hatten.

Gleichfalls vermisste ich die amüsanten Szenerien zwischen Merit und ihrer besten Freundin Mallory und den spritzigen bis witzigen Dialogen, die etwas zur Entspannung der angespannten Situation im ersten Band beitrugen. Auch fehlt es an typischen Schlagabtauschen allgemein, die man als Leser im Vorgängerband zu schätzen lernte.

Ähnlich verhält es sich meiner Ansicht nach mit dem Handlungsverlauf, der im Gegensatz zu seinem Vorgänger nicht so aktiongeladen ist und von einem Kampfplatz zum nächsten springt, sondern eher gemütlich und ruhig auf einen richtigen Showdown hinarbeitet, der dann aber nicht wirklich vorhanden ist.

Die liebenswerten Nebencharaktere des ersten Buches tauchen zwar auch im zweiten auf, erscheinen aber eher als Schatten am Rande. Gerne hätte ich mir mehr Szenen mit Mallory, Morgan, Ethan und Merit‘s Großvater gewünscht, die allerdings, trotz der gut 450 Seiten rar gesät sind.

Trotz all der Dinge, die auffällig waren und der Tatsache, dass die Vampir-Hierarchie mehr an eine Uni mit Studentenverbindungen erinnert, hat mir auch das Lesen des vorliegenden Bandes Vergnügen bereitet. 


Bewertung:

Ein mit Abstrichen gelungener zweiter Band, der immer noch Lust auf mehr macht.



Infos zur Reihe:
  1. Frisch gebissen
  2. Verbotene Bisse
  3. Mitternachtsbisse
  4. Drei Bisse frei (erscheint im Juni 2012)

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