30.11.2011

[Review] Stiefvater, Maggie - Forever (Wolves of Mercy Falls #3)

Gebundene Ausgabe (mit Schutzumschlag)
Erschienen: 2011
Originaltitel: /
Sprache: Englisch
Seiten: 386
Verlag: Scholastic Press
ISBN: 978-0-545-25908-8
Preis: ca. 11,50 €
Altersempfehlung: ab 12 Jahren 





About the author:

Maggie Stiefvater is the #1 New York Times bestselling author of the novels of ”Shiver” and ”Linger”. She is also the author of ”Lament: The Faerie Queen’s Deception” and ”Ballad: A Gathering of Faerie”. She lives in Virginia with her husband and their two children. 


Klapptext:

then. 

When Sam met Grace, he was a wolf and she was a girl. Eventually he found a way to become a boy, and their love moved from a curious distance to the intense closeness of shared lives. 
 
now. 
 
That should have been the end of their story. But Grace was not meant to stay human. Now she is the wolf. And the wolves of Mercy Falls are about to be killed in one final, spectacular hunt. 
 
forever. 
 
Sam would do anything for Grace. But can one boy and one love really change a hostile, predatory world? The past, the present, and the future are about to collide in one pure moment - a moment of death or life, farewell or forever. 

 

Meinung:

Bereits bevor der nunmehr letzte Band der Wolves of Mercy Falls-Reihe bei mir einzog, hatte ich mir ausgiebig Gedanken darüber gemacht, in welche Richtung die Geschichte von Sam und Grace nun gehen wird und ob das ersehnte Happy End für die beiden auch wirklich ein Happy End sein wird oder ob es letztendlich ein grausames Ende à la “Lament” geben wird. Nach dem Lesen von “Forever” war es dann aber für mich klar, dass ich mir statt des hier präsentierten Abschlusses eindeutig lieber ein freies Ende wie “man sah ihre Pfotenabdrücke im Schnee” gewünscht hätte, statt eines mit Zwängen und Drängen der Umwelt. Ebenso kam auch ich zu der Realisation, dass “Shiver” für sich genommen perfekt ist. Es hätte kein “Linger”, welches zwar für mich persönlich die logische Schlussfolgerung auf “Shiver” war, oder “Forever” bedurft, was natürlich wieder Diskussion und Fragwürdigkeit aufwirft, ob die Wölfe von Mercy Falls überhaupt als Reihe geplant gewesen waren und ob nicht versucht wurde, den Hype zu nutzen, um mehr Profit letztendlich auch aus “Shiver” schlagen zu wollen. 


Während man sich sicherlich trefflich darüber streiten kann, ob das Happy End ein Happy End ist oder eine Qual für alle Fans von “Shiver” oder auch ob es von vornherein eine Reihe sein sollte, bleibt einem als Leser natürlich nicht verborgen, dass auch in “Forever” Maggie Stiefvater mit ihrem sprachlichen – ja schon nahezu poetischen – Erzählstil zu fesseln versteht. Wie beriets in “Linger” wird auch im hier vorliegenden Abschlussband die Geschichte abwechselnd aus den vier bekannten Perspektiven – Sam, Grace, Isabel oder Cole - in der Ich-Form erzählt. Wobei hier für mich persönlich auffällig war, dass wirklich jeder nur für sich selbst erzählte und eine gewisse Verbundenheit zwsichen den erzählenden Charakteren fehlte. Es gab mir hier einfach zu viel Sam oder Grace oder Cole oder Isabel und viel zu wenig Sam & Grace oder Isabel & Cole. Das Gemeinschaftsgefühl aus “Shiver” und “Linger” fehlte einfach. 

Neben dem wunden Punkt in der Erzählung betreffend der Verbundenheit wirkten hier ausnahmsweise die Charaktere blass und oberflächlich. Grace, die wir seit dem ersten Band als selbstständige junge Frau kennenlernten, entwickelte sich zu einer nervtötenden unselbstständigen und verwöhnten Göre, die zeitweise auch noch unüberlegt handelte. Sam wurde zu einem vollkommenen Jammerlappen, der anscheinend ohne Grace nicht einmal die einfachsten Sachen, wie z.B. einschlafen, auf die Reihe bekommt und in seinem Selbstmitleid erstickt. Einzig Isabel und Cole retten noch etwas den Tag, auch wenn beide niemals dem jeweils anderen gestehen würden, wie sehr sie ihn schätzen und seine Meinung tolerieren. Doch das schaffen die beiden auf ihre typisch einzelgängerische Weise zu umgehen. 
 
Neben den ebenso krassen Charakterveränderungen überraschte mich doch die Wiederauflebung des Themas der Wolfsjagd aus dem ersten Band. Diese Wiederauflebung wirkte irgendwie für mich deplatziert und vollkommen unlogisch, denn statt sich ausschließlich auf die veränderte Situation zwischen Sam und Grace zu konzentrieren und dies zu einem angemessenen Abschluss zu bringen, wurde hier offensichtlich, um Spannung in die Geschichte einzubauen, ein altbekanntes Thema schlecht wieder aufgelebt. Viel zu häufig wird das Thema in der Geschichte angeschnitten, ohne dass dies in einem angemessenen Rahmen fortgeführt wird, und später – gegen Ende – mit einer Schlag-auf-Schlag-Szenerie mit Gewalt in in die Geschichte gezwängt. Diese Thematik machte den gesamten Handlungsverlauf schwergängig. 
 
“Forever” ist letztendlich nicht das, was ich erhofft hatte und sorgt eindeutig dafür, dass ich an meiner Meinung, dass “Shiver” als Einzelband vollkommen perfekt ist. 

 

Bewertung:

Der letzten Band um Sam und Grace ist mit Sicherheit Geschmackssache, hat Höhen und Tiefe, doch für mich persönlich absolut keine Empfehlung wert. 


Infos zur Reihe:
  1. Shiver (dt. Ausgabe: Nach dem Sommer)
  2. Linger (dt. Ausgabe: Ruht das Licht)
  3. Forever (dt. Ausgabe: In deinen Augen)

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