29.03.2011

[Review] Davidson, Mary Janice - Einfach königlich (Alaskan Royals #2)

Taschenbuch
Erschienen: 2011
Sprache: Deutsch
Originaltitel: The Royal Pain
Seiten: 334
Verlag: Lyx
ISBN: 978-3-8025-8314-8
Preis: 8,95 €
Altersempfehlung: ab 16 Jahren 





Über die Autorin:

Mary Janice Davidson gelang mit “Weiblich, ledig, untot” aus dem Stand der Sprung auf die internationalen Bestsellerlisten. Seither hat sie eine riesige Fangemeinde gewonnen. Mary Janice Davidson lebt in Minnesota. 


Klapptext:

In einer Welt, deren Bewohner Ben Affleck zum sexiest man alive gekürt haben, würde Alaska nicht von Russland an die USA verkauft, sondern wird von einer für ihre Exzentrik berühmten Königsfamilie regiert. Prinzessin Alexandria ist die älteste Tochter dieses verrückten Clans, deren beißender Humor und absoluter Kontrollzwang sie zu einem Liebling der Klatschgazetten machen. Doch vor einigen Monaten hat sich die Prinzessin aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Seit ihr Vater, der König, fast einem Anschlag zum Opfer fiel und sie den Attentäter eigenhändig tötete, leidet die junge Frau unter Schlaflosigkeit. Ein Staatsbesuch in den Vereinigten Staaten soll sie auf andere Gedanken bringen. Ziel ihrer Reise ist das Institut für Meereskunde in North Dakota, für das sie die Schirmherrschaft übernehmen will. Eigentlich soll ihr der Meeresbiologe Dr. Shel Rivers das Institut zeigen. Doch da Shel nichts so sehr hasst wie verwöhnte Adlige, die seine Forschungen mit ihrem Geld unterstützten und deshalb glauben, sich alles herausnehmen zu können, verläuft die erste Begegnung alles andere als friedlich. Mit ihrem losen Mundwerk und ihrer pragmatischen Art ist die Prinzessin allerdings ganz anders, als Shel sich so ein Königskind vorgestellt hat. Zudem ist sie auch noch ausnehmend hübsch, sodass ganz unerwartete Gefühle in dem nüchternen Wissenschaftler erwachen… 


Inhalt:

Als Prinzessin von Alaska und Presseliebling hat es Alexandria sicher nicht leicht, schon gar nicht, als ihr Vater bei einem Anschlag fast ums Leben kommt. Seither wird die hübsche, und von der Presse ständig belagerte, junge Frau von Schuldgefühlen und Schlaflosigkeit heimgesucht, denn Alex hat dem Angreifer mit einem Stuhl den Schädel eingeschlagen, woran dieser dann bedauerlicherweise verstorben ist. Seither schottet sie sich ständig ab und ist mies gelaunt. Und das nicht nur zum Verdruss ihrer Familie, sondern auch ihres Landes. Denn die Prinzessin hat sich vollkommen aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Auf Anraten der Familienpsychologin hat sich Alex allerdings bereit erklärt, für eine Zeit auf Abstand zu gehen und einen Termin für ihren Bruder in North Dakota wahrzunehmen, da er dort eigentlich als Schirmherr für das dortige Meeresbiologieinstitut auftreten soll und aufgrund eines anderen Termins verhindert ist. Nur mit vereinten Kräften schaffen es die Psychologin und der Sekretär des Königs Alex gegen den Willen des Königs auf diese Reise zu schicken. Denn Alex‘ Vater ist sehr besorgt um seine älteste Tochter und möchte sie in Sicherheit wissen. 

Endlich auf Reisen und in North Dakota angekommen, begibt sich Alex mit ihrer Protokollführerin Jenny auf den Weg ins Institut für Meeresbiologie. Dort angekommen, müssen die beiden Frauen feststellen, dass der Leiter des Instituts, Dr. Shel Rivers, anscheinend nicht anwesend ist, um die beiden herumzuführen, wie ihnen eine Angestellte des Instituts mitteilt. 

Doch zu Shels Leidwesen sind die Damen direkt vor seinem Büro gelandet und diskutieren lautstark darüber, warum der Institutsleiter nicht anwesend ist. Genervt davon stürmt er aus seinem Büro und staucht die Damen zusammen und erlebt dabei eine große Überraschung. Denn mit ihrer Sturheit, ihrem Selbstbewusstsein und ihrer scharfen Zungen beeindruckt die junge Prinzessin den Meeresbiologen. Auch dieser scheint auf die Prinzessin eine gewisse Anziehung auszuüben. Die beiden verbringen seit diesem unglücklichen Aufeinandertreffen sehr viel Zeit miteinander und kommen sich immer näher, obwohl für beide feststeht, dass es sich dabei um nichts Ernstes handelt… 

Doch werden die beiden einfach so die Finger von einander lassen können? Wird Alex einfach so nach Alaska zurückkehren können? Und wird Shel, der stets eine Abneigung gegen reiche und verwöhnte Kinder hatte, über seinen Schatten springen können und sich Alex öffnen? 


Meinung:

Bereits vor einiger Zeit konntet ihr ja bereits miterleben, dass ich vom ersten Band der Alaskan Royals-Reihe von Mary Janice Davidson recht angetan war und mir besonders ihr Humor in positiver Erinnerung geblieben ist und aus diesem Grund hatte ich auch gehofft, hier auf eine Reihe gestoßen zu sein, die mich quasi in “schlechteren Zeiten” bei guter Laune halten kann. Doch leider weit gefehlt. Der zweite Band “Einfach königlich” ist einfach einmal königlich danebengegangen. 


Was mich im ersten Band positiv überrascht hat, war die humorvolle Art und Weise mit der die Autorin ihre Geschichte erzählt hat, sowie auch deren etwas ungewöhnliche Ideen. Doch im zweiten Band ist von Beidem nicht mehr viel zu spüren. Der Geschichte fehlt es einfach an Humor, Emotionen, Charme und Charisma. Alles Dinge, die im ersten Band der Reihe noch zu finden waren und der Geschichte ihren Glanz verliehen hatten. Zudem hatte ich zeitweise das Gefühl, dass die Geschichte nicht fließend durch die Autorin wiedergegeben worden ist, sondern zerstückelt bei mir ankam. Ob es nun an der Autorin oder an der Übersetzung lag, kann ich leider nicht nachvollziehen, aber leider wurde hier regelrecht von einer Szene zur nächsten gesprungen, sodass ich wirklich einige Male zurückblättern musste, um zu sehen, ob ich nicht eine Seite überblättert habe – was leider nicht der Fall war. 

Auch war mir der Beginn der “Beziehung” zwischen Shel und Alex einfach zu sprunghaft und nicht nachvollziehbar bzw. unrealistisch rübergebracht. Die beiden lernen sich quasi kennen und springen nahezu sofort miteinander in die Kiste oder in diesem Fall ins noch nicht von Eisbären bezogene Eisbärengehege. Man spürt einfach als Leser kein Knistern in der Luft zwischen den beiden, denn es scheint wirklich nur um das Eine zu gehen, sodass später auftretende Gefühle und Bindungen, die anscheinend aus dem Nichts daherkommen, einfach unpassend wirken. 

Während allerdings die Beziehung zwischen Shel und Alex, die ja den Mittelpunkt des zweiten Bandes darstellen soll, keinen Reiz auf mich ausübte, hatte ich als Leser aber das Gefühl, dass die Autorin eher die Geschichte von Jenny, der Protokollführerin, und ihrem Glück erzählen wollte. Denn diese Geschichte besaß ein wenig mehr Charme als die eigentliche. Trotzdessen wirkten alle Charaktere auf mich sehr blass, oberflächlich und zweidimensional; sie hatten einfach kein Profil. Wirklich sehr schade. 

Das einzig Positive, was mir letztendlich auffällt, dürfte allerdings nur für diejenigen relevant sein, die an den Büchern dieser Reihe interessiert sind, ist, dass man hier ruhig die Bücher querfeldein lesen kann. Man ist nicht darauf angewiesen, den vorherigen Band unbedingt kennen zu müssen. Wenn euch also ein Band der Reihe anspricht, so seid gewahr, dass ihr diesen auch ruhig ohne seinen Vorgänger lesen könnt, wobei ich wirklich sagen muss, dass der erste noch lesenswert war, was ich vom zweiten traurigerweise nicht sagen kann. 


Bewertung:

Eine blasse Geschichte mit fast noch blasseren und oberflächlichen Charakteren, der es augenscheinlich an Charme, Charisma, Emotionen und Humor mangelt. 


Infos zur Reihe:
  1. Alaskan Royals 1: Plötzlich Prinzessin (bereits erschienen)
  2. Alaskan Royals 2: Einfach königlich (bereits erschienen)
  3. Alaskan Royals 3: Adel verpflichtet (August 2011)

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