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[Review] Amber, Elizabeth - Die Braut des Satyrs

Taschenbuch
Erschienen: 2010
Sprache: Deutsch
Originaltitel: Lyon
Seiten: 375
Verlag: Knaur
ISBN: 978-3-426-50697-4
Preis: 8,95 €
Altersempfehlung: ab 18 Jahren 




 

Über die Autorin:

Elizabeth Amber ist das Pseudonym einer erfolgreichen amerikanischen Autorin, die mit “Der Kuss des Satyrs” ihren ersten Romantic-Fantasy-Roman geschrieben hat. Elizabeth Amber lebt mit ihrem Ehemann und zwei Katzen in der Nähe von Seattle.


Klapptext (Buchrückseite):

Juliet Rabelais ist in ganz Paris als kunstfertige Kurtisane bekannt. Niemand ahnt, dass die schöne Frau magische Fähigkeiten hat, mit deren Hilfe sie ihren Freiern nur vorgibt, leidenschaftliche Nächte mit ihnen zu verbringen. Doch als Lord Lyon Satyr die Gunst der geheimnisvollen Juliet erringen will und sie ihren Zauber auch auf ihn anwendet, hat das ungeahnte Konsequenzen. Denn Lyon ist selbst ein magisches Wesen… 


Meinung:

So, dies ist jetzt die Letzte der drei Grausamkeiten “Die Braut des Satyrs” von Elizabeth Amber und ist – wie anders zu erwarten – keinen Deut besser als seine beiden Vorgänger. Zwar ist der dritte und glücklicherweise abschließende Band der Reihe (*Freudentanz aufführ, da ich happy, das jetzt endlich abschließend hinter mich lassen zu können*) nicht ganz so widerwärtig wie der zweite, dennoch steht er meines Empfindens nach zwischen dem ersten und dem zweiten in meiner Negativskala. 


Auch hier weise ich wieder einmal ausdrücklich und unwiderruflich darauf hin, dass es sich hier um keinen Fantasyroman handelt, sondern um einen Erotikroman mit fantastischen Elementen. Allein aufgrund dieser Tatsache ist meiner Ansicht nach eine Altersempfehlung ab 18 Jahren als angemessen zu betrachten. Aber nicht nur diese Tatsache, sondern auch die wirklich sehr „ungewöhnlichen“ Darstellungen in dem Buch, die sich nicht nur zwischen den Protagonisten abspielen, sondern auch mit anderen Charakteren, begründen es hier schon fast über eine Altersbeschränkung nachzudenken. 

Wieder einmal muss ich hier aufgrund mangelnder Handlung darauf abstellen, keine Inhaltsangabe anzuführen. Auch auf die Anführung von Zitaten verzichte ich wieder einmal aus Jugendschutzgründen. Danke an dieser Stelle an euch, dass ihr dafür Verständnis habt.

Die sprachliche Umsetzung der Geschichte ist wieder einmal genauso schwach wie bei den beiden Vorgängern. Auch die Dialoge zeigen mit der Zeit leider keine Besserung und sind nach vor mehr als nur schwach ausgeprägt. Zwischen den beiden Charakteren bekommt man auch – trotz nunmehriger Schreiberfahrung der Autorin – als Leser hier wieder einmal nicht im Ansatz ein gewisses Maß an Beziehung, Prickeln oder gar erotischem Knistern zu spüren. Die Liebesszenen sind einfach nur abschreckend und zeugen davon, dass die Autorin es immer noch nicht vermag, ihren Figuren Leben und Gefühle einzuhauchen. Sämtliche Charaktere wirken nach wie vor leb-, lieb- und seelenlos. 

Was ist hier von der Geschichte zu erwarten? Nichts außer dem was ihr schon kennt: Sex, Sex und noch mehr Sex. Zudem erwartet auch hier dem Leser wieder ein notgeiler, gut gebauter männlicher Protagonist, der nur wieder einmal mehr als nur bereit ist, auf Befehl eine der Halbfeentöchter des Feenkönigs zu ehelichen, damit er eine bereitwillige Partnerin für anstehende Vollmondnächte hat (*würgs*). Die weibliche Protagonistin ist demgegenüber trotz ihrer Tätigkeit als Kurtisane nicht gerade ihrem sexuellen Verlangen erlegen, sondern versucht dieses aufgrund ihrer besonderen Fähigkeiten zu unterdrücken, was natürlich zu einigen Schwierigkeiten führt. Dann haben wir hier noch eine sexsüchtige Neireide (Nixe, Seeteufel), die den männlichen Protagonisten sehr gerne für sich – aufgrund der magischen Fähigkeiten dessen – haben will, denn sie sucht Schutz und vermag es diesem “vorzugaukeln” sie sei seine Fee, damit dieser sie schwängert. Dazu kommt noch ein “Zuhälter”, der sich später als Bruder der weiblichen Protagonistin und dessen Ehemann herausstellt, und mehr als nur begierig darauf ist, diese zu besitzen – in jeglicher Hinsicht. (Igitt, wie kommt man bloß auf diese Ideen??)

Auch hier werden wieder einmal sämtliche mythischen Grundlagen unterschlagen und die weibliche Protagonistin, die überhaupt keine Ahnung von ihrem Anderweltdasein hat, muss zusehen, wie sie zurechtkommt – genau wie der Leser. Es wäre hier schon – wie auch in den vorherigen Bänden – nett gewesen, hier von der Autorin einige Erklärungen bzw. Erläuterungen zu ihrer Sicht auf die Mythenwelt zu bekommen. Doch wieder einmal komplett Fehlanzeige. 

Habe ich eigentlich schon einmal erwähnt, dass ich die unästhetische Covergestaltung der gesamten Reihe total abstoßend finde?? Nein. Dann eben jetzt. Denn auch beim dritten Band ist das Cover total misslungen und das männliche Model total unästhetisch und abschreckend in Pose gesetzt worden. Irgendwie können einen die männlichen Models dieser Buchreihe echt Leidtun. Sorry Jungs, dass eure sicherlich hübsch anzusehenden Körper hier derart verhunzt werden. T.T


Bewertung:

Wieder einmal schwache Handlung, mehr als nur unsympathische und oberflächliche Charaktere und Szenen (insbesondere die zwischen dem männlichen Protagonisten und der Neireide!), die zum Weglaufen einladen. Auch hier, ein Buch, welches komplett meinen Bewertungsrahmen sprengt und dazu animiert, Minus-Tintenfässchen zu vergeben. Doch da das bei mir leider nicht möglich ist (ich denke allerdings intensiv darüber nach), vergebe ich auch wieder einmal überhaupt kein Tintenfässchen. 



Infos zur Reihe:
  1. Der Kuss des Satyrs
  2. Die Nacht des Satyrs
  3. Die Braut des Satyrs

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