15.03.2011

[Review] Aiken, G.A. - Dragon Dream (Dragon Kin #2)

Taschenbuch
Erschienen: 2010
Sprache: Deutsch
Originaltitel: About A Dragon
Seiten: 427
Verlag: Piper
ISBN: 978-3-492-26764-9
Preis: 9,95 €
Altersempfehlung: ab 16 Jahren 





Über die Autorin:

G.A. Aiken lebt an der Westküste der USA und verbringt die meiste Zeit mit Schreiben und dem Versuch, ihren Hund daran zu hindern, sich von der Leine loszureißen. In den letzten Jahren hat sie mit ihrem Vollzeitjob als Leiterin einer Verlagsmarketingabteilung regelrecht jongliert, um in jeder Mittagspause, mitten in der Nacht und am Wochenende ihre Bücher zu verfassen.


Klapptext:

Die Hexe Talaith erduldet bereits seit Jahren ihre unglückliche Zwangsehe, um ihre in Gefangenschaft geratene Tochter Izzy zu schützen. Denn die Göttin Arzhela hat große Pläne für Talaith spezielle Begabung, und Izzy ist ihr Trumpf, um sich die Hexe gefügig zu machen. Keiner hat jedoch damit gerechnet, dass der Drache Briec ein Auge auf die schöne Talaith werfen würde. In der Hoffnung auf eine sinnliche Belohnung rettet Briec die Hexe vor einem wütenden Mob – und wird bitter enttäuscht: Talaith zeigt kein Interesse an ihm. Denn bei der Rettung ihrer Tochter kann sich die Hexe von nichts ablenken lassen – schon gar nicht von einem arroganten und sexy Drachen! 


Inhalt:

Talaith wurde vor 16 Jahren von der Göttin Arzhela für eine bestimmte Aufgabe auserkoren, doch um sich Talaith Ergebenheit zu sichern, entrissen Priesterinnen der Göttin ihr den Säugling gleich nach der Geburt. Als Pfand die Tochter einsetzend, wurde Talaith für eine bestimmte Aufgabe trainiert und ausgebildet, um an dem Tag bereit sein, an dem die Göttin sie zu sich rufen würde. In der Zwischenzeit war sie jedoch gezwungen, einen Mann zu heiraten, den sie nicht liebte, nur damit man sich ihrer Ergebenheit vergewisserte. Doch aufgrund ihrer ungewöhnlichen Fähigkeiten und ihrer fremdländischen Schönheit stößt sie in dem Dorf, dass sie ihr Zuhause nennt, nicht nur auf Seiten ihres Ehemannes, sondern auch bei der gesamten Dorfgemeinschaft auf Ablehnung, Verachtung und Angst. Als sich dann Talaith eines Abends ihrem Ehemann verweigert, prangert dieser sie bei der restlichen Dorfgemeinschaft als Hexe an, was für Talaith damit endet, dass sie am Galgen hängt. Doch zu ihrer Überraschung wird sie von einem silbernen Drachen gerettet…

Briec (der Mächtige) ist im Auftrag seines Bruders und dessen Ehefrau auf Spionagemission in Lord Hamishs Ländereien eingedrungen. Doch der Informationsfluss scheint karg zu sein, denn bisher konnte er nicht sehr viele Informationen sammeln, die auf einen möglichen Krieg hinweisen. Bei seiner Erkundung ist er bereits am Tage Talaith begegnet, deren Schönheit und Schlagfertigkeit den silbernen Drachen von Anfang an fasziniert. Als er dann feststellen muss, dass die kleine Dorfgemeinschaft sich dazu entschlossen hat Talaith zu hängen und somit ihre Verachtung kundzutun, entschließt sich der Drache die junge Frau zu retten. Allerdings hat er seine ganz eigenen Pläne mit der schönen Frau, denn er erhofft sich, dass diese ihm aus Gefälligkeit heraus zur Verfügung steht. Doch diese Rechnung hat er anscheinend ohne Talaith gemacht, denn diese weigert sich strikt, diesem gutaussehenden und arroganten Drachen gefällig zu sein. 

Auf ihrer Reise zu Briecs Höhle geraten die beiden in einen schrecklichen Sturm. Um Talaith und sein Leben nicht zu riskieren, entschließt Briec bei seinem Bruder Gwenvael Unterschlupf zu suchen. Dieser ist ganz begeistert von Talaith, genau wie Eibhear, der jüngste der Drachenbrüder. Beide Drachenbrüder freunden sich mit Talaith an und sorgen für ein bisschen Ablenkung, was Briec überhaupt nicht passt. Er ist eifersüchtig auf die freundschaftliche Entwicklung zwischen seinen Brüdern und Talaith und will nun Talaith endgültig für sich selbst gewinnen. Ob ihm das gelingt? Denn Talaith hat ihre eigenen Pläne und versucht bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu fliehen. Wird Briec hinter ihr Geheimnis kommen? Kann sie Briec einfach so im Stich lassen, obwohl sie langsam beginnt ihm zu vertrauen und Zuneigung für ihn zu entwickeln? Was plant die Göttin mit Talaith? Kann Talaith ihre Tochter aus den Fängen von Arzhela befreien? 


Meinung:

Ich glaube nach dem zweiten Band der Drachen-Reihe von G.A. Aiken ist es eindeutig: Ich bin verliebt; verliebt in die von der Autorin kreierte Drachenwelt und deren wunderbar witzigen und charmanten Drachen. G.A. Aiken hat sich eindeutig mit ihrer Drachen-Serie einen Platz neben meinen bisherigen Lieblingsreihen und Autoren verdient, was ja schon nach Band eins ihres Drachenuniversums abzusehen war. 


Leider muss ich auch hier wieder einmal gleich zuerst darauf hinweisen, dass ich auch für den zweiten Band eine Altersempfehlung ab 16 Jahren aussprechen würde, da hier die erotischen Szenen zwischen den hiesigen Protagonisten – und zum Teil nicht nur zwischen diesen – häufiger auftreten, als ich es für den ersten Band in Erinnerung habe, und zudem auch hier wieder einmal die ein oder andere blutrünstige Szenerie ihren Weg in die mittelalterliche Drachenwelt von G.A. Aikens “Dragon Dream” gefunden hat. 

G.A. Aiken überzeugt auch im zweiten Band mit ihrer humorvollen Schilderung und witzigen Dialogen, die einem als Leser wirklich Lachkrämpfe verursachen. Zudem schafft sie es, gerade durch diese humorvollen Einlagen auch wieder, die düstere Stimmung, die sich unterschwellig während des ganzen Szenarios eingeschlichen hat, durch diese abzuschwächen. 

Ebenso sympathisiert man von Beginn mit beiden Protagonisten und fühlt auch mit diesen mit. Im Gegensatz zu der Protagonistin aus dem ersten Teil (Annwyl) denkt Talaith in der Regel nach, bevor sie handelt, ist sturer als ein Esel und hat eine scharfe Zunge, die allerdings manchmal schneller reagiert als sie denken kann und sie schon in so manche Schwierigkeit gebracht hat. Aber gerade durch ihre schlagfertigen Äußerungen gegenüber Briec, dessen Charme sie nicht so schnell erliegen möchte, egal wie sehr sie sich zu diesem hingezogen fühlt, da sie ahnt, dass die Göttin Arzhela ihre Zuneigung zu dem Drachen ausnutzen würde um an ihr Ziel zu gelangen und Talaith möchte nicht noch einmal jemanden verlieren, den sie liebt. 

Briec ist ziemlich selbstgefällig und verdient meiner Ansicht nach den Titel “Briec der Arrogante”, wie ihn Talaith liebevoll getauft hat, zu Recht. Dennoch ist er sehr sympathisch und man versteht, warum er sich so verhält. Niemals hat es jemand gewagt Widerworte zu haben, niemand außerhalb seiner Familie. Bis er zum ersten Mal Talaith begegnet. Ihre Weigerung, ihre Intelligenz und ihre Scharfzüngigkeit faszinieren den Drachen, der insgeheim seinem großen Bruder Fearghus die Beziehung zu seiner Gefährtin neidet. Briec wünscht sich innerlich und unbewusst ebenfalls eine solch starke und emotionale Bindung und hofft, diese möglicherweise – auch wenn er es nie im Leben zugeben würde – mit Talaith gefunden zu haben. Beide sind stur und keineswegs perfekt. Sie ergänzen sich wunderbar und sind sich zum Teil doch ein wenig ähnlich, denn letztendlich haben beide ihre Geheimnisse, die sie nicht bereit sind zu offenbaren. 

Neben den beiden wirklich liebevoll ausgearbeiteten Protagonisten tauchen wieder einige, dem Leser bekannte und positiv in Erinnerung gebliebene, Nebencharaktere auf. Da wäre zum einen Gwenvael, der auch hier wieder einmal kein Fettnäpfchen auslässt, Eibhear, der mit seiner umsichtigen und liebevollen Art glatt mein Leserherz erobert hat (ja, ich wünsch mir auch einen blauen Drachen! ;D) sowie Morfyd und Brastias, deren Geschichte sich hier schon deutlicher abzuzeichnen scheint, denn man wird als Leser Zeuge einiger wirklich eindeutiger Szenen zwischen den beiden. Natürlich dürfen auch Annwyl und ihr Fearghus nicht fehlen. Dazu kommen natürlich auch ein paar neue Charaktere hinzu, die allerdings fast genauso schnell mein Herz erobert haben. Da wäre, um nur ein Beispiel zu nennen, Izzy, Talaith‘ Tochter. Die Szenen zwischen Eibhear und Izzy sind wirklich göttlich und ich freue mich schon weiter miterleben zu können, wie sich die Geschichte (und ob es eine Geschichte zwischen den beiden sein wird, weiß ich nicht – das vermute ich nämlich einfach mal aufgrund der bisherigen Ereignisse) zwischen den beiden weiterentwickelt. Bisher hat es mir jedenfalls wirklich Lachanfälle beschert, die ich auch jetzt kaum noch zurückhalten kann. 

Das Einzige wobei ich mir allerdings wirklich schwerwiegende Gedanken mache, ist, ob die Geschichte bzw. die Reihe sich eignet auch parallel gelesen zu werden. Da die Bücher meiner persönlichen Ansicht nach zwar aufeinander aufbauen und die Handlungen schon leicht miteinander verstrickt sind, diese allerdings nicht wirklich zu 100 % darauf aufbauen und auch nur einen kleinen Rückblick gewähren, neige ich dazu, zu sagen, dass man es sich selbst ausprobieren sollte, ob man die einzelnen Bänden querfeldein lesen kann bzw. könnte oder möchte. Was so viel bedeutet wie: Ich enthalte mich meiner Stimme. Wobei ich natürlich persönlich die Auffassung vertrete, dass alle beiden Bände wirklich toll sind und es sich auf jeden Fall lohnt, beide zu lesen. 

Genauso wie ich es genossen habe, die ersten beiden Bände zu lesen, freue ich mich natürlich auf den dritten Band der Reihe, der die Geschichte von Gwenvael dem Schönen erzählen wird. Einen kleinen Einblick hat man nämlich schon dank des Epilogs am Ende des zweiten Bandes bekommen und der war schon sehr vielversprechend. Leider muss ich jetzt noch bis August 2011 warten, bis er erscheint. *schnief*


Bewertung:

Auch der zweite Band der Drachen-Reihe von G.A. Aiken watet mit sympathischen Charakteren, einer interessanten Geschichte, witzigen Dialogen und einer faszinierenden Drachenwelt auf. Gute Unterhaltung und viel Humor sind hier garantiert. 


Infos zur Reihe:
  1. Dragon Kiss (bereits erschienen)
  2. Dragon Dream (bereits erschienen)
  3. Dragon Touch (August 2011)

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