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[Review] Guhrke, Laure Lee - Wedding of the Season (Abandoned at the Altar #1)

Taschenbuch
Sprache: Englisch
Seiten: 360
Originaltitel: –
Verlag: Avon
ISBN: 978-0-06-196315-5
Preis: (ca.) 5,99 €
Altersempfehlung: ab 16 Jahren 






About the author:

Laura Lee Guhrke spent seven years in advertising, had a successful catering business, and managed a construction company before she decided writing novels was more fun. The New York Times bestselling author of fourteen historical romances, Laura has received many literary awards, including romance fiction’s highest honor, the RITA Award, and her books routinely appear on the USA Today Bestseller list. When she’s not tapping away her keyboard, Laura spends her time relearning how to ski, mastering the wakeboard grab, and trying to actually hit a golf ball, much to the amusement of her friends. 


Klapptext (Buchrückseite):

Abadoned at the altar… 

Lady Beatrix Danbury had always known she would marry William Mallory. She’d loved him forever and she’d never doubted he loved her, too. But when she made him choose between their life together or his lifelong dream, Will chose the latter… and left two weeks before their wedding. 

Return of the duke… 

Will has no illusions that Beatrix would welcome him back with open arms, but six years did not dim his love or desire for her. The only problem is, she’s about to marry someone else. Someone safe and predictable… the complete opposite of Will. But can he stop the wedding of the season and win Beatrix back, or is it just too late? 


Inhalt:

Vor acht Jahren hat Will Beatrix kurz vor der Hochzeit verlassen, um seinen großen Traum, Archäologe zu werden und das Grab eines berühmten Pharaos zu finden, wahrwerden zu lassen. In diesen acht Jahren ist so einiges geschehen, Wills Vater ist gestorben und hat ihm seinen Titel vermacht und Beatrix hat sich neu verlobt und wird demnächst heiraten. Zwei Monate vor ihrer Hochzeit kehrt Will nach England zurück, um Geld für seine archäologische Expedition aufzutreiben, denn nicht nur das Erbe von seinem Vater ist schon fast aufgebracht, auch alle Ländereien sind verschuldet. Nun bleibt ihm keine andere Wahl, als bei seinen alten Freunden Hilfe zu suchen und hierzu hat er sich gerade Beatrix Cousin ausgeguckt, der für ihn selbst wie ein Bruder ist. 

Kaum in England angekommen, wird sein Pferd von einem Automobil erschreckt, wirft ihn ab und tritt ihn auch gleich noch ins Knie. Doch als die junge Dame, die das Automobil gesteuert hat und Schuld an seiner Situation trägt, aussteigt, bemerkt er, dass es sich hier um Beatrix, seine ehemalige Verlobte handelt. Schon steigen Zorn und Wut und auch Verlangen in ihm auch. Zu seinen Ungunsten ist auch Beatrix außer sich vor Wut und Zorn und lässt ihn verletzt auf der Straße zurück. 

Beatrix ist außer sich und weiß nicht, wie sich nun weiter verhalten soll. Denn trotz ihrer gemeinsamen Vergangenheit mit Will, weiß sie einfach nicht, wie sie auf ihn reagieren soll. Denn trotz ihrer Wut und ihrem Zorn, hängt sie unbewusst noch sehr an ihm und versucht die Situation zu entschärfen, indem sie ihn besucht, nachdem klar ist, dass er wohl wirklich verletzt worden ist. Wie sich herausstellt, haben die beiden sich nicht wirklich viel zu sagen und scheinen einander zu hassen und dennoch nacheinander zu verlangen. Als dann die beiden auch noch gemeinsam mit ein paar Freunden ein paar alte Bekannte in ihrem Strandhaus besuchen, ist das Chaos perfekt. Denn entgegen, was beide behaupten, fühlen sie sich zueinander hingezogen und so passiert das Unvermeidbare. Beatrix und Will werden von Julie (Beatrix Cousine), Paul (Beatrix Cousin) und Aidan (Beatrix Verlobtem) dabei erwischt, wie sie sich küssen. 

Sofort verlässt Aidan die Gesellschaft und löst die Verlobung und Beatrix überlegt, wie es nun weitergehen soll, denn darauf Will zu heiraten, hat sie absolut keine Lust, denn die Angst erneut von ihm verletzt und verlassen zu werden ist einfach zu groß. 


Meinung:

Ich habe mich ja eigentlich auf “Wedding of the Season” von Laura Lee Guhrke gefreut gehabt, aber als ich dann ungefähr Mitte des Buches war, ging es mir leicht auf die Nerven. Ich will jetzt damit nicht sagen, dass das Buch grauenhaft ist, nein, aber es ist auch nicht wirklich gut. Ich hatte nach den positiven Feedbacks über die Autorin wirklich gedacht, sie würde mehr aus dem Potential der Story und der Charaktere machen, aber leider wurde ich dahingehend komplett enttäuscht. 
 
Laura Lee Guhrke konnte nicht einmal im Ansatz mit ihrem Erzählstil mit einigen anderen Autorinnen dieses Genres, mit deren Werken ich bisher vertraut geworden bin, mithalten. Es war langatmig, langweilig und nervig. Denn statt nur einmal einen gewissen Punkt zu wiederholen, wiederholte sie ihn ständig und das hat mich nahezu an den Rand des Wahnsinns getrieben, was somit auch für ihre Protagonisten gilt. 

Die Geschichte spielt um 1900, also einer Zeit, in der die Menschheit einen Umbruch erlebt, insbesondere auf technische Errungenschaften wie ein Automobil. Dies setzt die Autorin natürlich auch ein, leider so ungünstig, dass es meiner Ansicht nach einfach nicht überzeugen konnte, gerade im Hinblick auf die doch recht konservative und wohlerzogene Protagonistin, die nie in ihrem Leben aufmüpfig war und stets den Wünschen ihres Vaters – bis zu seinem Todestag – gerecht werden wollte. Das Automobil passt einfach nicht zu ihrer eigentlichen Charakterisierung, sondern zu der ihrer Cousine Julie, die mir als Leser sympathischer geworden ist, als die beiden Protagonisten zusammen. 

Auch hätte ich mir eher gewünscht, dass die Autorin mich als Leser zuerst in die gemeinsame Vergangenheit von Will und Beatrix entführt und einem eigentlich erst einmal zeigt, was geschehen ist, warum und weshalb die beiden auseinander gegangen sind. Dies erfährt man nämlich erst nach und nach. Man kann als Leser anfänglich nicht einmal im Ansatz nachvollziehen, warum beiden so wütend aufeinander sind, dass sie sich am liebsten gegenseitig die Köpfe einschlagen möchten. 

Wie ich ja bereits weiter oben erwähnt habe, gibt es einen Punkt, den die Autorin ständig wiederholt (was mich wirklich derart genervt hat, dass ich der Autorin manchmal das Buch gern um die Ohren geschlagen hätte). Will ist nämlich ein ziemlich nachtragender und teilweise auch nerviger Charakter, der ständig Beatrix damit aufzieht, dass sie sich als Kind nie getraut von einer Klippe ins Meer zu springen. Das wirft er ihr immer und immer wieder vor, so oft, dass ich geradezu versucht war, Will diese besagte Klippe hinunter zu schupsen, damit er endlich aufhört, sie damit zu provozieren. Auch nervte mich, dass er sich zwar selbst eingestand, dass er Beatrix begehrt, aber nicht, dass er auch noch Gefühle für sie hat. Dies merkt er natürlich erst gegen Ende. Beatrix ist da anders; sie weiß, dass sie Will nicht nur begehrt, sondern auch noch liebt. Aber sie hat Angst, erneut verletzt zu werden und versucht sich deswegen einzureden, dass sie keine Gefühle für ihn hat. 

Der einzige Charakter, der wirklich sympathisch, doch leider ziemlich depressiv – ihrer unglücklichen Situation geschuldet, in die man als Leser einen kleinen Einblick bekommt – daherkommt, ist Julie, Beatrix‘ Cousine. Julie ist eine Rebellin und versucht wirklich alles, um stets ihren Willen durchzusetzen. Sie wirkt besser durchdacht und dargestellt und auch liebevoller und nicht gänzlich so emotionslos wie Beatrix. Aidan hingegen ist so durchsichtig dargestellt, dass man ihn eigentlich kaum wahrnimmt. Jedoch kann man als Leser so ganz leicht wahrnehmen, dass einmal etwas zwischen Julie und Aiden gelaufen ist, weswegen die beiden nicht so wirklich miteinander auskommen. Ehrlich gesagt, war mir sogar der Männer hassende Hund von Julie sympathischer als die Protagonisten. 

Genauso unglücklich gewählt wie der Anfang kommt das Ende daher. Das Ende wirkt unrealistisch, falsch und einfach nicht mit beiden Protagonisten stimmig. Beatrix entscheidet sich entgegen aller ihrer Überzeugungen endlich spontan und freiheitsliebend zu werden und Will möchte häuslich werden, entgegen seiner Liebe zu seiner Freiheit. Hahaha. Wirklich schlecht. Wenn Beatrix diesbezüglich eine Weiterentwicklung genommen hätte, die ihre Zeit gebraucht hätte und sie dann vielleicht Will hinterher gereist wäre, hätte ich der Autorin das Ende vielleicht abkaufen können, so, wie es hier allerdings gegeben ist, nicht. 

Wie bereits erwähnt, gibt es bis auf Julie keine sympathischen Charaktere und auch die Handlung ist zu leicht vorhersehbar und enthält keine besonderen Höhepunkte, die dieses Buch möglicherweise lesenswert machen würden. 


Bewertung:

Leider kann ich “Wedding of the Season” nicht weiterempfehlen. Denn eindeutig wurde hier gutes Potential nicht genutzt und eher verhunzt. 


Infos zur Reihe:
  1. Wedding of the Season (bereits erschienen)
  2. Scandal of the Year (25. Januar 2011)

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