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[Review] Frost, Jeaniene - Der sanfte Hauch der Finsternis


Taschenbuch
Erschienen: 2010
Originaltitel: Destined For An Early Grave (Night Huntress 4)
Verlag: Blanvalet
Seiten: 380
ISBN: 978-3-442-37554-7
Preis: 8,95 €
Altersempfehlung: ab 16 Jahren





Über die Autorin:

Jeaniene Frost lebt mit ihrem Mann und ihrem Hund in Florida. Obwohl sie selbst kein Vampir ist, legt sie Wert auf einen blassen Teint, trägt häufig schwarze Kleidung und geht sehr spät zu Bett. Obwohl sie keine Geister sehen kann, mag sie es, auf alten Friedhöfen spazieren zu gehen. Jeaniene liebt außerdem Poesie und Tiere, aber sie hasst es zu kochen. Zurzeit arbeitet sie an ihrem nächsten Roman. 


Klapptext:

Seit sechs Jahren jagen die Halbvampirin Cat Crawfield und ihr untoter Geliebter Bones die Bösen. Sie haben einen mächtigen Meistervampir bekämpft und dabei ihre Hingabe zueinander mit einem Blutband besiegelt. Jetzt wird es endlich Zeit für einen Urlaub. Aber ihre Hoffnung auf eine perfekte Zeit in Paris, der Stadt der Liebe, wird zerschmettert, als Cat schreiend aus einem Alptraum erwacht. Sie hatte die Vision des Vampirs Gregor, der noch weit mächtiger ist als Bones – und den etwas mit Cats Vergangenheit verbindet, von dem sie selbst nichts wusste. 

Gregor ist davon überzeugt, dass Cat sein Eigentum ist, und er wird nicht ruhen, bis sie sich ihm hingibt. Ein schrecklicher Kampf entbrennt zwischen dem Vampir, den sie liebt, und dem, der sie in ihren Alpträumen heimsucht. Doch nur Cat selbst kann Gregors Macht über sie brechen. Sie muss alle Kraft zusammenziehen, über die sie verfügt, und wenn es sie das Leben kostet. Denn sie steht dem schlimmsten Blutsauger gegenüber, dem sie je begegnet ist. 


Hinweis: Der weitere Beitrag enthält möglicherweise Spoiler!


Inhalt:

Cat und Bones haben sich nach dem Kampf gegen die Meistervampirin, die sich mittels Magie versucht hat, ihr, Bones und Mencheres zu entledigen, eindeutig eine Erholungspause verdient und so packt Bones kurzerhand Cat ein und verreist mit ihr – und nirgends anders geht es hin als nach Paris, der Stadt der Liebe. Was allerdings weder Cat noch Bones ahnen ist, dass sie bereits erwartet werden. 

Ein Vampir namens Gregor, der der Traumräuber genannt wird, weil er Menschen direkt aus ihre Träume herausstehlen kann, ist der festen Überzeugung, dass Cat seine Frau ist und sie somit rechtmäßig ihm gehört und er das Recht hat Bones zu töten. Damit sind allerdings weder Cat noch Bones einverstanden und versuchen ihm mit allen Mitteln zu entkommen. Doch auf Dauer ist das Ganze nichts für Bones – besonders nachdem Cat sich entschlossen hatte, zu Gregor zu gehen. Bones ist sauer und packt kurz entschlossen seine Koffer, wirft ihr noch ein paar Beleidigungen an den Kopf und verlässt sie dann. Mit der ganzen Situation überfordert, entschließt sich Cat zu Vlad zu ziehen, um Abstand zu gewinnen und den Bildern, die laut Überwachungssatellit zeigen, dass Bones sich bereits anderweitig amüsiert, zu entfliehen. 

Wird sich Cat am Ende doch dazu entschließen und sich Gregor ergeben und ihn als ihren Ehemann akzeptieren, auch wenn sie sich nicht daran erinnern kann, ihn geheiratet zu haben? Kann sie Bones verzeihen? Oder wird sie sich nicht nur in Vlads Obhut, sondern auch in seine Arme begeben? 


Meinung:

Nach nicht allzu langem Warten können die Fans der Buchreihe um Cat und Bones nun endlich aufatmen, denn der vierte Band “Der sanfte Hauch der Finsternis” ist nun endlich auch bei uns zu haben. 


Zum Schreibstil der Autorin kann ich wirklich nur sagen, dass er einfach, frech und verdammt gut zu lesen ist. Viel zu schnell hatte ich den vierten Band der Reihe durch und habe mich – wie ihr gleich anschließend sehen könnt – den bereits bei mir liegenden ersten Band der Night Huntress World-Reihe gewidmet und auch diesem in einem Rutsch durchgelesen. Ich denke allein das spricht für sich – und dafür wie gut sich ihre Bücher lesen lassen (jedenfalls die deutschen Ausgaben). 

Die Geschichte wird wie in den ersten drei Bänden auch schon allein aus Cats Perspektive geschildert. Da die Beziehung zu Bones hier ein etwas heikleres und schmerzhafteres Thema ist, konnte ich aufgrund persönlicher Erfahrungen wirklich gut mit Cat mitfühlen; ihre Wut, ihren Schmerz und ihre Verzweiflung. Auch konnte ich wirklich gut verstehen, dass sie teilweise Vlads Nähe gesucht hat – nicht weil sie romantische Gefühle für diesen hegt, sondern weil er einfach nur ein guter Freund ist, bei dem man eindeutig das Gefühl hat, nicht allein zu sein, denn gerade in solch schweren Zeiten ist es immer gut einen guten Freund an der Seite zu haben – egal wie oder warum. 

Neben Cat und Bones treten dieses Mal auch ein paar neue Charaktere – und ein paar alte – auf. Da wäre zum Beispiel Fabian, ein Geist, oder auch Gregor selbst. Die Charakterprofile sind jedoch nach wie vor einfach gestrickt und nichts Überwältigendes, dennoch gewinnt man jeden auf seine Art und Weise lieb und möchte diesen auch nicht missen. Da wären z.B. ein paar Leute/Vampire aus Cats alter Kampftruppe wie Cooper, Juan und Tate, ohne die diese Geschichte wahrscheinlich weniger unterhaltsam oder gar lesenswert wäre. Jeder Charakter bringt seine eigene Geschichte mit. 

Allerdings muss ich zugeben, dass die sich stetig wiederholenden Story-Merkmale (Cat ist eine Rarität und jeder ist scharf auf sie) auf Dauer doch sehr eintönig und langweilig wirken, wodurch die bisher aufgebaute – insbesondere die anfängliche Story – wirklich in Mitleidenschaft gezogen wird. Ich denke, dass es langsam an der Zeit wäre, entweder der Reihe um Cat und Bones ein gutes Ende zu geben oder die Geschichte langsam in eine etwas andere Richtung zu lenken, anstatt den letzten guten Rest noch nieder zu machen. Auch als Autor – und diese Auffassung vertrete ich als Leser – sollte einer guten Geschichte ein gutes Ende gönnen, ohne diese totzutreten, denn das ist immer sehr traurig für den Leser. 

An dieser Stelle möchte ich nur einmal zum Ausdruck bringen, dass der bisher aktuell vorliegende Band sowie der dritte Band der Reihe (“Gefährtin der Dämmerung”) meiner persönlichen Meinung bisher nicht an seine beiden Vorgänger “Blutrote Küsse” und “Kuss der Nacht” heranreicht, was ich persönlich sehr schade finde. 

Abschließend möchte ich nur noch anmerken, dass ich den vierten Band der Reihe trotzallen sehr gern gelesen und dies auch genossen habe. Selbstverständlich werde ich demnach auch den fünften Band der Reihe um Cat und Bones, der im originalsprachlichem Original unter dem Titel “The Side Of The Grave” im Februar 2011 erscheinen soll, lesen und freue mich auch schon drauf.


Bewertung:

Nicht herausragend und reicht leider nicht an die ersten beiden Bände aus der Reihe um Cat und Bones heran, was sehr schade ist. Allerdings ist es dennoch ein gutes und unterhaltsames Buch. Positiv sind die etwas ernsteren Elemente in der Beziehung um die beiden, die dem gesamten Vampir-Sex-Touch etwas die Schärfe nehmen. 

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