Direkt zum Hauptbereich

[Review] Clare, Cassandra - Clockwork Angel (The Infernal Devices #1)

Erschienen: 2010
Verlag: Margaret K. McElderry Books
Sprache: Englisch
Seiten: 479
Sprache: Englisch
ISBN: 978-1-4169-7586-1
Preis: (ca.) 14,80 € (Gebundene Ausgabe)
Altersempfehlung: ab 12 Jahren 






About the author:

Cassandra Clare is the New York Times bestselling author of the Mortal Instruments series. She was born overseas and spent her early years traveling around the world with her family and several trunks of books. Cassandra lives in western Massachusetts with her fiancé, their cats, and these days, even more books. 


Klapptext:

Magic is dangerous - but love is more dangerous still. 

When sixteen-year-old Tesa Gray crosses the ocean to find her brother, her destination is England, the time is the reign of Queen Victoria, and something terrifying is waiting vor her in London´s Downworld, where vampires, warlocks, and other supernatural folk stalk the gaslit streets. Only the Shadowhunters, warriors dedicated to ridding the world of demons, keep order amidst the chaos.
 
Kidnapped by the mysterious Dark Sisters, who are members of a secret organization called the Pandemonium Club, Tessa soon learns that she herself is a Downworlder with a rare ability: the power to transform, at will, into another person. What´s more, the Magister, the shadowy figure who runs the club, will stop at nothing to claim Tessa´s power for his own. 
 
Friendless and hunted, Tessa takes refuge with the Shadowhunters of the London Institute, who swear to find her brother if she will use her power to help them. She soon finds herself fascinated by – and torn between - two best friends: James, whose fragile beauty hides a deadly secret, and blue-eyed Will, whose caustic wit and volatile moods keep everyone in his life at arm´s length… everyone, that is, but Tessa. As their search draws them deep into the heart of an arcane plot that threatens to destroy the Shadowhunters, Tessa realizes that she may need to choose between saving her brother and helping her new friends save the world… and what love may be the most dangerous magic of all. 

 

Inhalt:

Nach dem überraschenden Tot ihrer Tante Harriet – und neben ihrem Bruder ihre letzte Verwandte - erhält Theresa Gray, kurz von allen Tessa genannt, von ihrem Bruder ein Ticket zur Überfahrt nach England. Nach einer zweiwöchigen Überfahrt von New York kommt sie in Southampton an und wird entgegen ihrer Erwartungen nicht von ihrem Bruder abgeholt, sondern von den Dark Sisters – angeblich auf Geheiß ihres Brudes Nathaniel (Nate). Da diese ihr einen Brief von ihrem Bruder übergeben, worin steht, dass er den Schwester vertraut und sie sich ruhig in ihre Obhut begeben soll, entschließt sie sich mit ihnen zu gehen. Doch kurz darauf muss Tessa feststellen, dass die beiden ihre eigenen Pläne mit ihr haben und sie gefangen halten und dazu zwingen, ihre Fähigkeiten – von denen Tessa überhaupt nix geahnt hat – zu nutzen und zu trainieren. Denn die Schwestern bereiten sie auf etwas ganz bestimmtes bzw. für jemand bestimmtem vor – nämlich den Magister. 


Doch bevor Tessa in die Hände des Magisters fallen kann, versucht sie – auch mit Wissen, dass bei einem Fluchtversuch ihrerseits ihr Bruder möglicherweise getötet wird – zu fliehen, wird aber kurz darauf auch schon wieder von den Schwestern eingefangen. Dank ihrer Fähigkeiten kann sich Tessa allerdings von den ihr angelegten Fesseln befreien und überlegt, wie sie fliehen kann, als kurz darauf ein fremder junger Mann ihrem Zimmer steht, der sie kurzerhand mitnimmt. 
 
Dieser fremde junge Mann nimmt sie mit ins Londoner Institut, wo die dortigen Shadowhunter ihr zu Hause haben und sich Tessa ihrer annehmen, denn sie ahnen, dass diese ihnen hilfreich sein kann. Denn der junge Mann, der sie gerettet hat, ist ebenfalls ein Shadowhunter und heißt William Herondale (Will). Will hat bei seinen Nachforschungen in der Shadow World von den Dark Sisters und einem sogenannten Magister erfahren. Wer allerdings dieser besagte Magister sein soll, ist unklar. Neben Will steht ebenso noch das gesamte Institut, bestehend aus Charlotte und Henry, die das Institut leiten, Jessamine (Jessie), eine junge Shadowhunter, James (Jem), der Will’s Parabatai ist und selbst das ein oder andere Geheimnis hütet sowie die Dienerschaft, bestehend aus Sophie, Agatha und Thomas, hinter Tessa und ihrer Suche nach ihrem Bruder. 

Auf der Suche über Informationen über Nate‘s Verschwinden werden die Shadowhunter von Mortmain, dem vorherigen Arbeitgeber von Nate, darüber informiert, dass er Verbindungen zum Pandemonium Club hat und den dortigen Magister – de Quincy – kennt und diesem Nate vorgestellt hat. Nate arbeite jetzt wohl für diesen. Sofort sind die Shadowhunter natürlich hinter de Quincy her, wobei sich ihnen allerdings ein Problem entgegenstellt – er ist der Boss des Londoner Vampirclans und steht unter dem Schutz des Gesetzes als Downworlder. Allerdings werden dem Institut Informationen in die Hände gespielt, die besagen, dass der besagte Vampirboss gegen das geltende Gesetz verstoßen hat und somit die Shadowhunter alles Recht haben gegen diesen vorzugehen. Bei einem solchen Spezialeinsatz in de Quincys Haus stolpern die Shadowhunter nicht nur über bestimmte Baupläne bestimmter “Clockwork Monster”, sondern auch über Tessa’s Bruder Nate. 

Von Nate erhalten sie die Bestätigung, dass de Quincy der Magister ist und vorhat die Shadowhunter mittels von Robotern zu vernichten. Kaum haben sie die Bestätigung, dass de Quincy der Drahtzieher ist, ziehen sie auch schon gegen diesen in den Kampf. Kaum haben Charlotte und Henry mit dem Rat und einigen anderen Shadowhunter das Institut verlassen, steht auch schon erneut ein anderer Informant vor der Tür und berichtet davon, dass die Dark Sisters an einem anderem Ort vorhaben, de Quincy mittels ihrer Magie zu helfen, indem sie die Roboter mit dämonischer Energie versorgen und somit “unzerstörbar” machen. Jem und Will, die zurückgelassen worden waren um das Institut zu schützen, da sie noch nicht volljährig sind, folgen den Informationen und lassen das Institut ungeschützt zurück, das kurze Zeit später schon von besagten Robotern und dem Magister überrollt wollt, da diese nur ein Ziel haben – Tessa. Werden Jem und Will den Trick durchschauen? Werden auch die anderen Shadowhunter rechtzeitig zurück sein, um das Institut zu retten? Ist de Quincy wirklich der Magister? Wer oder was ist Tessa? Welches Geheimnis verbirgt Jem? Warum stößt Will ständig alles und jeden von sich? 


Meinung:

Da die Infernal Devices-Reihe eine Parallel-Reihe zu der Mortal Instruments-Reihe ist, darf man als Leser auch nicht allzu sehr verwundert sein, wenn es die eine oder andere Parallele gibt, denn Shadowhunter sind und bleiben nun einmal – egal wann – immer Shadowhunter. Zu Anfang jedes Kapitels sind Auszüge aus Gedichten der damals “zeitgenössischen” Literatur zu finden, die ich kurzerhand gleich einmal auf meine Google-Liste gesetzt habe. =) Diese kleinen Gedichtauszüge passen meiner Meinung nach zu der Geschichte von Tessa & Co. und ins zeitliche Gefüge – zumal Literatur (Dickens, Twain, Austen, Bronte etc. – auch wenn deren Werke teilweise erst später publiziert worden sind) durch die Autorin besonders hervorgehoben wird.  

Die Geschichte spielt im Jahre 1878, Schauplatz ist ein fiktives London* und Protagonistin der Story ist – wie nicht anders zu erwarten – Tessa. Anders als bisher gewohnt, beginnt die Autorin mit einem Prolog, der – das sei an dieser Stelle einmal angemerkt – nicht den späteren Handlungsverlauf vorwegnimmt. 
 
Die Charaktere sind allesamt gut und liebevoll dargestellt, man könnte irgendwie jeden einzelnen knuddeln - naja, bis auf den einen oder anderen Bösen natürlich. ^^ Tessa ist – zum Vergnügen jeder Leseratte - selbst eine Leseratte, auch dementsprechend belesen ist Will. Die beiden reden viel über Literatur, besonders über die damals zeitgenössische Literatur. Aber so ziemlich alle – die im Institut unter einem Dach leben – haben eine Gemeinsamkeit: sie sind Waisenkinder. Tessa’s und Nate’s Eltern starben bei einem Kutschenunfall als Tessa drei und Nate sechs Jahre alt waren, Jem’s Eltern wurden ermordet und Jessie’s Eltern sind bei einem Brand ums Leben gekommen. Was Will’s Eltern angeht, so liegt dies jedoch im Argen und Will ist fest entschlossen dies auch so zu lassen. Jeder der Charaktere hat auch mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen, auch wenn bei dem einen oder anderen das ein oder andere Geheimnis teilweise ans Licht kommt, so wird doch nicht alles durch die Autorin offenbart, was einen echt ein bissel ärgert, da man unbedingt wissen will, was bei wem warum dahintersteht. Bei Jem erfährt man einen Teil sowie bei Tessa und Nate auch, aber nicht alles – so wie sich bisher vermuten lässt. So bleibt jedoch Will’s Vergangenheit so ziemlich im Dunklen und man bekommt nur eine ungefähre Ahnung, aber keine direkten Hinweise. 
 
Neben bereits aus der Mortal Instruments-Reihe bekannten Familiennamen, wie z.B. Lightwood oder Wayland, tritt auch ein Charakter auf, den wir bereits kennen – Magnus Bane. An dieser Stelle verrate ich natürlich nicht wie und warum er auftaucht, aber vielleicht seid ihr ja auch ein bissel überrascht, in welchem Zusammenhang er dieses Mal auf der Bildfläche erscheint. ^^ 
 
Allerdings fand ich, das an der einen oder anderen Stelle doch das ein oder andere (nein, ich bleibe tapfer und versuche nix zu verraten!) doch relativ einfach zu durchschauen war und manches wiederum ziemlich gut durch die Autorin unter den Teppich gekehrt wurde. Ich finde, dass “The Infernal Devices Book 1: Clockwork Angel” von Cassandra Clare einfach nur Suchtpotential hat und ich jetzt unheimlich scharf auf den zweiten Teil bin, der voraussichtlich September 2011 unter dem Titel “Clockwork Prince” erscheinen soll.
 
Zuletzt möchte ich noch positiv anmerken, dass die Autorin sich hier nicht darauf festgefahren hat, dass die Shadowhunter nur gegen Dämonen zu kämpfen haben, sondern letztendlich gegen alles Böse, was der Welt schaden könnte und da empfinde ich es als eindeutig gelungen, wenn hier die Variante von Technologie und Magie gewählt wird. Es ist auf jeden Fall abwechselungsreich und spannend. ^^ 
 
Ebenso anders, wie die Wahl von Magie und Technologie vereint, ist auch die Art, wie die Autorin die Geschichte erzählt. Größtenteils wird die Geschichte aus der Perspektive von Tessa erzählt, ab und an jedoch auch aus der Sicht von Will sowie auch einigen anderen Nebencharakteren. Das fand ich zu anfangs zwar etwas ungewöhnlich (in Bezug auf die bisherigen Werke der Autorin), aber nicht abschreckend, da die Autorin es geschafft hat, mich dennoch derart mit der Geschichte in den Bann zu ziehen, hat mich das nicht gestört. 
 
Huch, das klingt jetzt so als wäre “Clockwork Angel” nur was für Leser, die bereits die Mortal Instruments-Reihe gelesen haben?! Nee, nee, so sollte das jetzt aber nicht rüberkommen. Natürlich kann ich jedem – auch wenn er besagte Reihe nicht kennt oder gelesen hat – den ersten Band der Infernal Devices-Reihe nur wärmsten empfehlen. 

 

Bewertung:

Ich liebe es (!!) und freue mich schon wahnsinnig auf den zweiten Teil. =) 


*Anmerkung: Die Autorin selbst hat zu ihrer London-Darstellung angegeben, dass das von ihr dargestellte London zwar in der einen oder anderen Weise ans richtige London der damaligen Zeit angepasst wurde, allerdings von ihr selbst einige Sachen/Namen/Straßen etc. “umgestellt, versetzt oder einfach hinzugefügt worden”, weswegen ich an dieser Stelle mich für die Bezeichnung “fiktives London” entschieden habe. Weiter möchte ich an dieser Stelle – für diejenigen, die es möglicherweise noch nicht gehört oder gelesen haben – darauf hinweisen, dass neben dem vierten Band der Mortal Instruments-Reihe “City of Fallen Angels” noch zwei weitere Bücher durch die Autorin verfasst und veröffentlicht werden sollen. 
 
The Mortal Instruments:
  1. City of Bones (bereits erschienen)
  2. City of Ashes (bereits erschienen)
  3. City of Glass (bereits erschienen)
  4. City of Fallen Angels (April 2011)
  5. City of Lost Souls (Mai 2012)
  6. City of Heavenly Fire (September 2013) 

The Infernal Devices:
  1. Clockwork Angel (bereits erschienen)
  2. Clockwork Prince (Dezember 2011)
  3. Clockwork Princess (November 2012) 

Da freut sich doch jedes Leserherz, derart gute Nachrichten für seinen Wunschzettel bzw. SuB zu hören! 


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

[Review] Dahl, Victoria – Bad Boys Do (Donovan Brothers Brewery #2)

About the author: Victoria Dahl lives with her family in a small town high in the mountains. Her first novel debuted in 2007, and she’s gone on to write seventeen books and novellas in historical, contemporary, and paranormal romance. Victoria's contemporary romance, Talk Me Down, was nominated for both a RWA Rita Award and the National Readers' Choice Award. Since then, her books have been nominated for two more Rita Awards, and she hit the USA Today Bestseller list with the anthology Midnight Kiss.
Description: Olivia Bishop is no fun. That's what her ex-husband said. And that's what her smart bob and glasses imply. So with her trademark determination, Olivia sets out to remake her life. She's going to spend time with her girlfriends and not throw it all away on some man. But when an outing with her book club leads her to a brewery taproom, the dark-haired beauty realizes that trouble — in the form of sexy Jamie Donovan — may be too tempting to avoid. 
Jamie Donovan …

Leipziger Buchmesse 2017 – im nächsten Jahr wieder?

Bevor ich hier anfange, gleich richtig in die Tastatur zu hämmern, möchte ich gleich eines vorwegnehmend klarstellen: DAS ist jetzt kein Erlebnisbericht über den gestrigen Messebesuch. Wer das denkt bzw. erwartet, sollte gleich weiterblättern. Denn dazu ist der Beitrag nicht gedacht. Ja, es war ein schönes, aber auch sehr anstrengendes Erlebnis. Das ist und bleibt auch mein Fazit. Da brauche ich nicht extra umschreiben, an welchen Ständen und in welchen Hallen ich unterwegs war. Oder wollt ihr davon etwa schon wieder den x-ten Beitrag lesen? Nein? Dann dürft ihr gerne weiterlesen. 😉

[Crazy Reads] Februar 2012

Momentan bin ich irgendwie so beschäftigt, dass ich nicht wirklich zu irgendetwas komme. Seitdem ich beschlossen habe, mehr aus mir raus zu gehen, und auch vor die Tür, habe ich mich am Montag nach vier Handtüchern und einem Bademantel (= Saunabesuch) und dem lieben Hinweis von Soleil auf ihrem Blog dazu entschlossen, ganz spontan zur Leipziger Buchmesse zu fahren. Deswegen bin ich ehrlich gesagt etwas beim Planen und Gucken etc. Alles was halt dazu gehört. Will ja schließlich den Tag, den ich dort verbringen werde, sinnvoll nutzen.
Leider haben meine besten Freundinnen keine Zeit, mich zu begleiten, wofür ich Verständnis habe. Auch das andererseits bekundete Interesse seitens meiner Schwester nützt leider nicht viel, da sie arbeiten muss. Bei mir klappt somit nur der Samstag. Ich hoffe, ich kleines scheues Reh werde den Tag unbeschadet überstehen. *bibber* 
Aber nun erst einmal zu meinen gelesenen Büchern im Februar. Mal ehrlich, haben wir echt schon wieder März? Ist echt schon fast d…