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[Review] Arthur, Keri - Wächterin des Mondes (Riley Jenson #2)

Taschenbuch
Erschienen: 2010
Sprache: Deutsch
Verlag: blanvalet
Seiten: 414
ISBN: 978-3-442-37525-7
Preis: 8,95 €
Altersempfehlung: ab 16 Jahren







Über die Autorin:

Keri Arthur schreibt, seit sie 12 Jahre alt ist und hat seitdem mehr als 15 Romane veröffentlicht. Hauptberuflich ist sie Köchin. Sie ist mit einem wundervollen Mann verheiratet, der sie nicht nur beim Schreiben unterstützt, sondern ihr auch noch den Großteil der Hausarbeit abnimmt. Sie haben eine Tochter, mit der sie in Melbourne, Australien, leben. 


Klapptext:

Riley Jensons Welt besteht aus Gefahr und Verlangen. Die zum Niederknien schöne Werwölfin, in deren Adern auch Vampirblut fließt, arbeitet für eine Organisation, die der Kriminalität der übernatürlichen Wesen Einhalt gebieten soll. Und Riley ist gut in dem, was sie tut. Doch als sie nackt und verletzt in einer dunklen Gasse erwacht, ist ihr klar, dass sie nun um ihr Leben rennen muss. Sie rennt genau in den attraktivsten Mann, den sie je gesehen hat – Kade. Er ist stahlhart und beschütztend, doch er hat auch seinen eigenen Kampf auszutragen. Riley weiß, dass sie das Opfer einer neuen Dimension der Kriminalität geworden ist. Doch ihr Blut macht sie zu einer beinahe unbesiegbaren Kämpferin, wenn es ihr gelingt, das damit einhergehende dunkle Verlangen zu überwinden. Und dabei scheint nur Kade ihr helfen zu können. 


Hinweis: Der folgende Beitrag enthält möglicherweise Spoiler!

 

Inhalt:

Die Geschichte knüpft nahezu nahtlos an die Ereignisse aus dem ersten Band an. Es ist zwei Monate her seitdem Riley, Rhoan (ihr Zwillingsbruder), Jack (ihr Boss) und Quinn (ein verdammt attraktiver Vampir, zu dem sich Riley auf unerklärliche Weise hingezogen fühlt) eines der Genlabors – Genoveve – haben hochgehen lassen und damit auch die Machenschaften von Talon, einem von Rileys nun Ex-Liebhabern, die versucht haben an Rileys ungewöhnliche Mischlings-DNS zu kommen. Denn Riley ist ein Mischling – zur Hälfte ein Vampir und zur Hälfte ein Werwolf. Genau wie ihr Zwillingsbruder – was allerdings außer Riley, Rhoan und Jack niemand weiß. Riley erwacht nackt und ohne Erinnerung der letzten Tage in einer dunklen Gasse, die – wie ihr scheint – zu einem Militärübungsgelände gehört, neben ihr eine Leiche… eine ziemlich zerbissene Leiche. Und Riley weiß, sie hat den Mann oder besser gesagt das Wesen getötet um sich selbst zu verteidigen – das sagt ihr ihr Instinkt. Doch kaum auf den Beinen wird sie von hässlichen Viechern mit Klauen angegriffen, die Bären ähneln und Orsini genannt werden. Auf ihrer Flucht durch das Gelände landet sie in einem Stall voller Pferde und versteckt sich in einer der Pferdeboxen, als ein paar Verfolger die Stallung überprüfen wollen. Sie wird stutzig als sie bemerkt, dass der Hengst, in dessen Box sie sich versteckt, mit Silberketten festgebunden ist – denn nur Gestaltwandler reagieren empfindlich auf Silber. Kurz entschlossen befreit sie alle Pferde – die sich als Pferdewandler entpuppen – aus ihren Boxen und flieht kurzerhand auf dem Rücken des schwarzen Hengstes, der zudem ein überaus attraktiver Mann ist. Er gibt an, dass sein Name Kade Williams und er Bauunternehmer sei. Zusammen gelingt ihnen die Flucht und informieren unterwegs die Rileys Boss und Bruder, die sogleich zu ihrer Rettung losziehen. Denn wieder einmal – wie sich herausstellt – ist sie in einer Forschungseinrichtung gelandet, damit man ihre besondere DNS untersuchen und sie zugleich schwängern kann. Kaum sind die beiden in relativer Sicherheit muss sich Riley darum kümmern, dass man versucht sie jetzt zu töten statt zu entführen – tot kann sie schließlich niemandem mehr weglaufen -, dass sie sich zu Kade nicht nur sexuell hingezogen fühlt, Mischa (einer ihrer Ex-Liebhaber) Riley exklusiv für sich haben will – im Gegenzug für Informationen, ein wahnsinnig attraktiver Alphawolf ihre Aufmerksamkeit weckt und Quinn, der ebenfalls sein Anrecht auf sie geltend machen will. 


Doch wird Riley es schaffen, herauszufinden wer der eigentliche Strippenzieher ist, der wie sich herausstellt bereits seit drei Jahren die Intrige gegen sie spinnt? Was will man eigentlich genau von ihr? Welche Auswirkungen hat ARCI-23 auf sie? Kann sie jemals Kinder kriegen? Für wen wird sie sich entscheiden – Kade, Quinn oder doch Kellen?

 

Meinung:

“Wächterin des Mondes” ist der zweite Band um die Geschichte von Riley Jenson und knüpft, wie gesagt an die Ereignisse aus dem ersten Band an. Da die Geheimnisse um die eigentliche Genforschung und der Strippenzieher immer noch ungelüftet sind, ist das nur natürlich. Als Leser kann man wirklich gut mit Riley mitfiebern und mitempfinden, denn die Story wird wie gewohnt aus der Ich-Perspektive und im Präsens geschildert, sodass man quasi als Leser hautnah alles miterlebt. Auch wenn nach wie vor die Art und Weise, wie die Autorin die Geschichte erzählt, den Leser in den Bann zieht, wirkt doch nach und nach die Geschichte immer mehr aufgebauschter und unrealistischer. Zwar ist einem als Leser klar, dass die Geschichte in Australien – und dieses Mal nicht nur Melbourne – spielt und das auch noch in der Zukunft, dennoch wirkt, dass mit diesen ganzen Artenkreuzungen ziemlich unwirklich. 

Auch ist bei der Gestaltung der einzelnen Charaktere im zweiten Band – besonders bei der Protagonistin selbst – etwas verloren gegangen. Ausnahmslos fast jeder Charakter wirkt oberflächlich, nicht durchdacht und einfach “in den Raum geworfen”. Während man im ersten Band noch Rileys Wunsch/Drängen nach Sex aufgrund der Mondhitze nachvollziehen kann, wirkt es hier – ohne Mondhitze – ziemlich deplatziert. Ich muss zugegeben, dass es mich als Leser ziemlich gestört hat, dass sie sich stets und ständig für ihren Job, Informationen und ihre Sicherheit – und ab und an auch aus Spaß - quasi prostituiert hat. Sicher ist eine gesunde Portion Sex in einem sinnlichen Werk mit sinnlichen Fantasyfiguren angemessen, dennoch kann etwas zu viel auch der eigentlichen Geschichte schaden – und das ist hier leider Fall. Es geht einfach an der eigentlichen Story viel verloren. Die Ermittlungen werden hinten angestellt und die einzelnen Informationen am Ende dem Leser kurz und schmerzlos präsentiert, ohne, dass man die Möglichkeit bekommt eine genaue Verbindung herzustellen. 

Wie auch schon im Vorgängerband hat mich die Autorin zwar mit ihrem guten Erzählstil in den Bann gezogen, dennoch kommt die Geschichte nicht an den vorigen Band heran, was ich ziemlich schade ist. 


Bewertung:

Zwar ist die Story am Anfang sehr spannend, was sich allerdings sehr schnell ändert sehr zum Verdruss meinerseits. Die Grundidee der eigentlichen Geschichte ist wirklich gut und die Erzählweise der Autorin ist einfach und verständlich gehalten, allerdings kommen die Charaktere hier ziemlich oberflächlich rüber und die Tatsache, dass sich die Protagonistin quasi für ihren Job prostituiert, stört sehr. Kurz: Einfach nur enttäuschend!


Zu der Geschichte um Riley erscheint im März 2011 der dritte Band unter dem Titel “Der Gefährte der Wölfin”.





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